Urlaubsende in der Heide

Leider geht jeder, auch noch so schöner Urlaub, mal zu Ende. Die letzten Tage wollen wir in der Lüneburger Heide verbringen.
Wir sind am Mittwoch nach Amelinghausen, einer Partnergemeinde von Wapno in Polen, zum Waldschwimmbad gefahren. Es ist Traumwetter und wir sind am Mittwoch Nachmittag direkt schwimmen (Wasser 23 Grad) gegangen. Abends war natürlich grillen angesagt.
Donnerstag haben wir eine Radtour durch Wald und Heide gemacht. Anschließend waren wir im Freibad essen Schnitzel mit Pilzen, Fritten und Salat für 5,50€, war sehr lecker. Da das schöne Wetter angehalten hat, sind wir am Donnerstag noch mal ins Waldbad gegangen. Zur Zeit ist hier Heidefest wo die Heidekönigin gekürt wird. Die bekannteste Heidekönigin von hier war Jenny Elvers. Heute sind wir ca. 35km weiter nach Müden gefahren, auch hier gibt es 2 empfehlenswerte Reisemobilstellplätze. Wir stehen auf dem sehr schönen und ruhigen Stellplatz am Wildpark (2€).
Morgen geht es dann wieder Richtung Heimat.

Das Ende der Polen-Tour

Nächsten Tag sind wir dann mit der Bahn von Sopot Kamienny Potok nach Gedansk Gl. gefahren, was nur ca. 1€ (3,50zl/Pers.) kostet.
Da es in Sopot Kamienny Potok keinen Fahrscheinverkauf gibt muß man im Zug ganz nach vorne laufen um die Fahrt zu bezahlen. Als wir gegen 18:30 Uhr zurück waren taten uns zwar die Füße schon weh, aber trotzdem beschlossen wir vom Campingplatz Nr. 19 in Kamienny Potok noch einmal am Strad entlang zur Flaniermeile in Sopot zu gehen um dort eine Kleinigkeit zu essen und ein Bier zu trinken. Hinter dem Campingplatz befindet sich übrigens eine Backstube, wo es schon sehr früh frische Brötchen (0,20zl) gibt, wir haben sie immer dort geholt. Nach dem Frühstück haben wir uns dann von der Ostsee verabschiedet, Danzig auf der S6 umfahren, um nach Malbork zur Marienburg zu fahren. Die Besichtigung der vorbildlich wiederhergestellten Backsteinburg dauert fast 3 Std. In der Saison können sich lange Schlangen vor der Kasse bilden und deutschsprachige Führungen in der Deutschordensburg finden nur zu bestimmten Zeiten statt. Die Übernachtung mit dem Reisemobil ist auf den zahlreichen bewachten und geührenpfichtigen Parkplätzen oder dem Campingplatz möglich. Wir wählten die Besichtigung um 10:30 Uhr, da war es noch nicht ganz so voll. Nachmittags fuhren wir auf der alten Reichsstraße Aachen – Königsberg (Bundesstraße 1) dann wieder zurück bis Chojnice. Von Chojnice ging es ab nach Charzykowy an einen schönen See, wo wir noch eine Zwischenübernachtung einlegten. Abends saßen wir dort mit den Nachbarn, einem Paar aus Hamburg, zusammen. Mit Ihnen, sie waren auch zum erstenmal in Polen, tauschten wir unsere Erfahrungen aus, bevor es am nächsten Morgen zurück nach Deutschland ging.

Unsere Reise durch Polen geht weiter

Eine der Attraktionenan der polnischen Ostseeküste haben wir uns für Mittwoch vorgenommen. Bei Leba im Slowinski-Nationalpark liegt eine riesige Wanderdüne, diese wollen wir besteigen. Die Fahrt nach Leba führte durch schöne Alleen mit viel Landschaft. Endlich haben wir unterwegs mal ein Foto von einem Storch in seinem Nest gemacht, wir sind schon an so vielen vorbeigefahren. In Leba sind wir zu Camping Lesny Nr.51, Brzozowa 16A gefahren. Ein Tipp von einem Reisemobilfahrer in Ustka. Der Platz ist gut besucht und alles ist top sauber. Die Düne liegt etwas außerhalb und man erreicht den Nationalpark am besten mit dem Fahrrad. Leider hatte der starke Wind, welcher schon Gestern wehte und in Litauen zu Unwettern führte, noch nicht nachgelassen. Deshalb fuhren wir mit einem kleinen Zug (Tracktor mit 2 Anhängern in Form eines Zuges) bis zum Nationalpark. Alternativ kann man auch mit einem Bus fahren. Am Nationalpark ist Eintritt (4zl/Pers.) zu zahlen. Anschließend sind es noch ca. 5,5 km bis zur Wanderdüne, welche man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Elektroauto mit Anhänger zurücklegen kann. Wir benutzten das Elektoauto (10zl/Pers.) und genossen die rasante Fahrt durch den Wald, welche nur einmal durch einen umgestürzten Baum unterbrochen wurde. Die Düne war beeindruckend und der Aufstieg sehr mühsam. Wegen des starken Windes wehte einem ständig Sand ins Gesicht. Am Ende hatten wir den Sand nicht nur in den Schuhen sondern sogar hinter den Ohren. Gegen 18 Uhr, es fing gerade etwas an zu regnen, waren wir dann wieder in Leba und sind dann nach einem Stadtbummel erst einmal duschen gegangen. Jetzt sind wir schon eine Woche in Polen und haben noch keinen Tag bereut. Von Leba sind wir zu einer Halbinsel (Mierzeja Helska) in der Danziger Bucht (Zatoka Gdanska) gefahren. Die Halbinsel ist sehr schmal, so das man zwischen beiden Ufern gehen hin und her gehen kann. Die dem Land zugewandte Seite scheint ein Paradies für Surfer zu sein und man hat einen schönen Blick auf die Orte am Festland. Wunderschöne Strände hinter einem Waldstreifen bietet die der See zugewante Seite. Auf beiden Seiten kann man auch wunderschön spazieren gehen und die gesunde Luft geniessen. Nachdem es Nachts und Morgens geregnet hatte duftete der Wald so herrlich und dann der Blick durch die Bäume auf den weißen Strand und die Wellen, so muß Urlaub sein. Da die Campingplätze alle sehr voll waren sind wir Nachmittags noch bis Sopot gefahren. Sopot ist ein Badeort an der Danziger Bucht, ca. 15km vor Danzig (Gdansk). Nach dem wir gegen 19Uhr angekommen waren sind wir ersteinmal am Strand ein kühles Bier trinken gewesen, der Strand ist hier sehr breit und es gibt einige nette Lokale mitten auf dem Strand. Wir haben uns dann die 512m lange Mole (Eintritt 3,50zl) mit den Anlegestellen angesehen um dann ein Stück hinter dem Grand-Hotel über die Flaniermeile zu bummeln. Hier gibt es viele nette Lokale, Restaurants, Geschäfte und jede Menge Trubel.

Polen

Am Donnerstag haben wir uns mit Familie Nickel vor der polnischen Grenze getroffen um gemeinsam nach Polen an die Ostsee zu fahren. An der Grenze erfolgte lediglich eine Passkontrolle und hinter der Grenze waren wir erst einmal tanken, der Diesel (3,83zl) ist hier etwas billiger als in Deutschland. Nach einigen Kilometern wird die Autobahn um Stettin sehr schlecht, aber das kannten wir ja schon. Auch vor der Grenze mußten wir über ein Stück alte DDR-Autobahn fahren, da wurde man kräftig durchgeschüttelt. In der nächsten Stadt (Goleniow) sind wir bei NETTO Getränke kaufen gewesen (kein Pfand, Dose Bier 1,29zl/0,5l und Flasche Wasser 0,57zl/1,5l). Dann ging es weiter auf einer gut ausgebauten Landstraße bis an die Ostsee-Küste. Überall an der Straße kann man Blaubeeren, Pfifferlinge oder Honig kaufen. Da zwischen der Küstenstraße und der Ostsee ein Waldstreifen liegt sind wir bis Hoff (Trzesacz) gefahren, wo wir erstmals das Wasser sehen konnten. Genau gegenüber dem Strandzugang steht eine Bude mit frisch geräuchertem Fisch. Hier haben wir auf einer Wiese zusammen mit einem deutschen und zwei französischen Reisemobilen ein schönes und sicheres Plätzchen für die nächsten Tage gefunden. Der Stellplatz (40zl /10€) ist mit Toilette/Dusche und Strom ausgestattet und wird abends abgeschlossen. Wir hatten den Schlüssel für ein kleines Tor. Zum schönen, sauberen Strand brauchen wir nur über die Straße gehen. Am Freitag sind wir mit dem Fahrrad in den Nachbarort nach Rewal geradelt, dort gibt es viele Geschäfte, eine Bank und jede Menge Rummel. Angeboten wird viel Kitsch, billiges Spielzeug aus China und Papstbilder mit Bernstein. Die Preise für Obst, Gemüse und Lebensmittel sind etwa gleich oder preiswerter als bei uns. Da wir viel zu viel Kuchen, wird hier abgewogen, gekauft haben, ist das Mittagessen ausgefallen. Nach einem langen Strandspaziergang am kilometerlangen Sandstrand hatten wir dann wieder Hunger und haben abends gegrillt. Dazu gab es mit Zwiebeln, Pfeffer, Salz und ein wenig Knoblauch angemachten Kwarog, einen speziellen Weichkäse. Es gibt hier im Ort einige kleine Lebensmittel Geschäfte, welche bis spät Abends auf haben. Einer dieser Lädchen liegt neben unserem Stellplatz, dort kaufen wir mogens um 7Uhr unsere Bröchen (0,35 zl). Leider fing es etwas zu regnen an, aber unter den Markisen der Reisemobile konnten wir weiter essen.
Es hat dann die ganze Nacht bis Samstag
geregnet. Morgens hat es zwar aufgehört zu regnen aber da auch kein richtiges Badewetter war haben sich die Frauen durchgesetzt und wir sind noch nach einmal nach Rewal zum bummeln gefahren. Dort gibt es neben oben erwähntem auch mehrere Geschäfte mit Bernsteinschmuck. Nachmittags war faulenzen angesagt. Obwohl sich die Sonne nochmal blicken ließ, war es am Strand sehr Windig und wegen der hohen Wellen signalisierte die rote Flagge „schwimmen verboten“. Abends sind wir dann alle in einem besseren Restaurant, mit deutscher Speisekarte, essen gewesen. Das Essen war sehr gut und preiswert, da war für alle noch ein Eisbecher mit frischen Früchten drin (8zl).
Sonntag nach dem Frühstück haben wir beschlossen weiter zu fahren. Wir fuhren nach Fischerkaten (Pogorzelica), dort sollte es am Gästehaus Urszula Reisemobilstellplätze geben. Dank dem polnischen Navigationssystem „AutoMapa“ haben wir das etwas versteckt liegende Gästehaus sofort gefunden. Der Besitzer kommt aus Leverkusen und muße durch unglückliche Umstände einen Großteil des Grundstücks abgeben. Kurzerhand machte er im Garten auf einer Wiese Platz für unsere 2 Reisemobile. Zum wunderschönen, weißen und feinen Sandstrand ist es etwa 1km zu laufen. Nach einer großen Pizza in einer schönen, neuen Pizzaria haben wir uns von den Auslagen in dem Bäckerei-Shop noch einmal zu Kuchen verleiten lassen. Nach dem Regenschauer, welcher gerade herunter kommt während ich diese Zeilen schreibe, haben wir den Kuchen in der Sonne vor unseren Reisemobilen beim Kaffee gegessen. Beim Kaffee ziehen wir ein erstes Resüme der ersten Tage in Polen. Wir haben viel Natur mit sauberen Stränden, hinter Kiefernwäldern, erlebt und bis jetzt keine Probleme mit der Verständigung gehabt. Oft wird Deutsch gesprochen, auch Speisekarten in Deutsch gibt es in besseren Restaurants, ansonsten kommt man mit ein wenig Englisch weiter, welches selbst ältere Kinder verstehen. Trotz der zahlreichen Urlauber, darunter viele Kinder- und Jugendgruppen, findet man nur selten weggeworfenen Abfall in den Wäldern oder Zigarettenkippen am Strand. Alles ist sehr sauber. Große Unterschiede gibt bei den Unterkünften, neben schmucken Pensionen findet man oft einfachste Hütten aus vergangenen Zeiten. Die Campingplätze an der Küste sind fast immer sehr voll.
Am Montag sind wir mit den Fahrrädern zum Leuchtturm nach Horst (Niechorze) gefahren. Leider war der Andrang so groß, dass wir auf eine Besteigung verzichtet haben. Ich hätte gerne den Ausblick genossen und ein paar Fotos gemacht, aber wir hätten bestimmt 1 Std. anstehen müssen. Auf der Rückfahrt haben wir uns noch das große Luxushotel und Kurhaus Sandra mit mehreren Schmimmbädern angesehen Die Frauen haben sich dort Termine für den Frisör geben lassen. Da es in der Sonne sehr warm war sind wir nachmittags mit dem Fahrrad zum Strand schwimmen gefahren. Das Wasser der Ostsee war angenehm und der Strand noch schöner als in Trzesacz.
Am Dienstag sind die Frauen erst einmal zum Frisör aber nicht bei Sandra, wo sie angemeldet waren, sondern im Kurhaus Storchennest. Urszula hatte dort selber um 9 Uhr einen Frisörtermin, welchen Sie kurzfristig abgesagt hatte um die 2 Termine für unsere Frauen zu ermöglichen. Dieser Frisör wäre besser, sagt sie. Beide Frauen waren auch sehr zufrieden (50zl für waschen, schneiden, föhnen). Danach sind wir nach Trzebiatow gefahren wo es am Ortsausgang Richtung Kohlberg (Kolobrzeg) den französichen Supermarkt Intermarche gibt. Dort kann man sehr preiswert und gut Fleisch kaufen hatte uns unser Gastgeber erzählt und er hatte nicht zu viel versprochen. In Kohlberg standen wir dann im Stau, wir waren froh als wir durch waren und haben auf eine Besichtigung des historischen Marktplatzes verzichtet. Wir sind dann weiter gefahren bis Ustka, einem der größten Seebäder in Polen. Dort haben wir Camping Morski 101 am Stadtrand angefahren, ein sehr einfacher 2 Sterne Campingplatz (40,20 zl/2 Pers.). Der Platz war nicht überfüllt und es waren einige deutsche Mobile dort. Ein Ehepaar neben uns war schon das zweitemal in Polen und gab uns noch ein paar Tipps. Dann sind wir über 2 Stunden durch das Zentrum, den Hafen und an der Strandpromenade entlang gebummelt. Es ist sehr windig und kühl, also heute kein Badewetter. Die Schiffe im Hafen haben so geschaukelt, dass man vom zusehen Seekrank werden konnte.

Schorfheide

Heute ist das Wetter nicht so schön wie in den letzten Tagen. Mogens wurden wir mit Regen geweckt, dann hat es zwar aufgehört aber die Sonne hat sich noch nicht blicken lassen. Nach einer schönen Fahrt durch die Schorfheide, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands, stehen wir jetzt in Templin, dies ist eine Stadt im Landkreis Uckermark und dem Bundesland Brandenburg. Der Reisemobilstellplatz (5€/24Std.) ist mit einer Sanistation an der Einfahrt ausgerüstet. Öffentliche Toiletten befinden sich in der Nähe. Ein kleiner Kinderspielplatz liegt neben dem Stellplatz. Das Zentrum ist fußläufig zu erreichen. Sehenswert ist neben der Altstadt auch die Stadtmauer. Es hat jetzt wieder angefangen ein wenig zu regnen, wenn es aufgehört hat, werden wir hier noch ein wenig bummeln und einkaufen bevor es morgen weiter nach Polen geht.
Viele Grüße aus Templin von Michael

Gruß aus Berlin

Wir haben jetzt 3 Wochen Urlaub und ich will, wenn möglich, hier von unserer Tour berichten. Als wir am Freitag um 14 Uhr gestartet sind waren einige Staus, was mag da erst ab 16 Uhr auf den Autobahnen losgewesen sein. Am letzten Stau sind wir dann abgefahren und über die Bundesstraße nach Steinhude gefahren. Hier gibt es einen schönen Reisemobil-Stellplatz (6€/Tag). Um 19 Uhr konnten wir eine Bootsfahrt über den See (7,50€/Pers.) welche der Platzwart durchführt, mitmachen. War sehr schön. Den Stellplatz in Steinhude könnt Ihr Euch auf meiner Homepage http://www.reisemobil-stellplatz.de.vu in der Stellplatzübersicht Deutschland ansehen, habe auch ein paar Fotos gemacht. Nach schönen Tagen am Steinhuder Meer ging es Gestern dann weiter Richtung Berlin. An der ehem. Grenze bei Helmstedt haben wir Mittag gemacht. Wie oft sind wir hier zu DDR-Zeiten kontrolliert worden, jetzt ist alles nur noch eine Ausstellung. Die alte Grenzübergangsanlage liegt am Rastplatz Marienborn, der Eintritt und die angebotenen Führungen sind kostenlos.
Viele Grüße aus Berlin von Michael