Trend zu leichtgewichtigen Mobilen mit Einzelbetten

Die 3,5-Tonnen-Klasse, möglichst mit Einzelbetten, liegt voll im Trend. Obwohl es mit der Zuladung, gerade bei viel zusätzlicher Ausstattung, dann sehr oft eng wird. Die Crux dabei ist nicht nur das Gewicht sondern auch der Platzbedarf für die Einzelbetten. Ganz klar erfordern Einzelbetten gegenüber dem früher üblichen quer angeordnetem Doppelbett, mehr Raum und dies fast immer in der Länge der Mobile, was zusätzliches Gewicht bedeutet. Oft wird dabei an der Sitzgruppe gespart. Die Einbeziehung der Fahrerhaussitze gehört dabei, meiner Meinung nach, noch zu einer sinnvollen Lösung. Trotzdem konnte ich auf der Messe wieder viele Wohnmobile mit engen, ungemütlichen Sitzgruppen sehen. Die steilen Lehnen der Sitzbank mögen zwar beim Essen an schmalen Tischen ausreichen, aber zum relaxen nach aktiven Urlaubstagen sind sie eher ungeeignet. Den Spagat zwischen den zwangsläufig längeren Reisemobilen und möglichst geringem Gewicht versuchen einige Hersteller auch durch eine schmälere Bauform zu meistern. Beworben wird dies dann mit besonders hoher Wendigkeit, schrängt das Raumgefühl und damit die Bewegungsfreiheit im Innenraum natürlich etwas ein. Auf schmalen Straßen, abseits von Autobahn und Landstraße, kann dies aber durchaus Vorteile bringen.
Um die gesetzte 3,5t Grenze einzuhalten muß bei einigen Fahrzeugen der Frischwassertank vor Fahrtantritt bis auf eine Reserve geleert werden oder der Kraftstofftank wurde auf 60l verkleinert. Nicht immer ist alles ideal bei der Leichtbauweise, gerade bei den kürzeren Mobilen, wo sich der Kleiderschrank dann tief unter den Einzelbetten befindet. Irgendwo muß man halt einen Kompromiss eingehen, oder gibt es das perfekte Reisemobil vielleicht noch garnicht?

Sitzgruppe

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