Altes Smartphone als Wanze zur Überwachung des Mobils

Nach einem Fallschaden konnte ich mein altes Android-Smartphone, wegen eines Display-Schadens nur noch sehr eingeschränkt nutzen. Deshalb kam ich auf die Idee es zur Überwachung des Mobils auf dem Abstellplatz zu verwenden. Die Voraussetzungen wie Kamera, GPS und Mobilfunkmodem waren ja gegeben. Außerdem bieten die Google-Tools schon standartmäßig eine Lokalisierung des Standortes über https://accounts.google.com

oder den Google Standortverlauf.

Somit lässt sich das Smartphone im Mobil, und damit das Reisemobil schonmal ganz gut Orten. Man kann also verfolgen wo es steht oder zuletzt gestanden hat.

Mit der der kostenlosen App Haven verwandelte ich das ältere Smartphone noch in eine Art Wanze. Die App reagiert auf Bewegungen (Kamera), Töne oder Erschütterungen. Dazu werden die Sensoren des Smartphones genutzt. Der jeweilige Grenzwert, also ab welcher Lautstärke beispielsweise ausgelöst wird, kann in der deutschsprachigen App individuell festgelegt werden.

Ein Ereignis kann dann über eine Nachricht per SMS oder den Signal-Messenger auf ein anderes Smarthone erfolgen.

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Über den Tor-Browser Orfox lässt sich auch direkt aus der Ferne auf die Bilder und Soundaufnahmen zugreifen. Auf jedem Smartphone muss dazu noch Orbot installiert werden. Also auf dem alten im Mobil, als auch dem mit dem Tor-Browser. Die Onion-Adresse für den Browser findet man in den Einstellungen der App Haven. Dort wird auch ein Passwort zur Sicherheit vergeben. Mir persönlich gefällt die Lösung mit dem Messenger am besten, dies funktioniert auch ohne die zusätzliche Orbot Installation.

Das alte Smartphone sollte im Mobil an die Stromversorgung angeschlossen werden, der Akkuverbrauch ist bei laufender App nicht gering, und so ausgerichtet werden, daß die vordere oder hintere Kamera (einstellbar) das Mobil überwachen kann. Auch sollte man die Plissees geschlossen halten, damit Einflüsse außerhalb des Mobils nicht jedesmal eine Meldung verursachen. Es sei denn das Wohnmobil steht einsam auf einem privaten Grundstück und man will informiert werden, wenn Jemand um das Mobil schleicht.

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Test des kostenlosen Revolut Multiwährungskontos

Revolut, ein Londoner Startup, bietet ein kostenloses und schufafreies Konto mit einer Prepaid-Karte. Die Karte wird beim Download der deutschsprachigen App für das Onlinekonto sofort virtuell zur Verfügung gestellt. Dies ist für den Reisemobilisten aber nur bedingt interessant, da man damit nur im Internet bezahlen kann. Natürlich sind auch eine oder zwei physikalische Debit Karten möglich. Persönlich nutze ich eine Revolut VISA-Karte, da ich von einem anderen Fintech bereits eine MasterCard und eine Maestro Karte besitze. Bei Revolut gibt es aber standardmäßig auch eine MasterCard.

Interessant ist Revolut für mobile Reisende, welche viele ihrer Transaktionen unbar tätigen und dies in den verschiedensten Ländern und so auch in den verschiedensten Währungen. Mit Revolut kann man sein Guthaben in 25 verschiedenen Währungen halten und zur günstigen Interbankrate jederzeit konvertieren.

Dazu kann mit der Revolut Karte auch in 120 verschiedenen Währungen mit einem guten Wechselkurs bezahlt werden. Das kostenfrei und weltweit. Auch Bargeldabhebungen sind möglich, maximal 200 Euro Bargeldabhebung pro Monat bleiben kostenfrei, darüber hinaus kostet es dann etwas. In einigen Ländern oder an einzelnen Automaten fällt für die Benutzung grundsätzlich eine Gebühr an, diese wird, wie auch bei anderen Banken, aber nicht erstattet.

Interessant ist, daß man auch spekulativ wechseln kann. Ist also eine Tour in ein Land außerhalb des Euroraums, geplant, kann man, bei einem günstigen Wechselkurs, bereits vorab tauschen und ansparen, um das Geld dann im Urlaubsland ohne Auslands­einsatz­entgelt auszugeben. Auch wenn man nicht vorab tauscht nimmt Revolut den günstigen aktuellen Börsenkurs und verlangt kein Auslands­einsatz­entgelt, aber am Wochenende, wenn die Börse geschlossen ist, einen Aufschlag! Wie bei allen anderen Karten auch, muss man darauf achten, DCC (Dynamische Currency Conversion) nicht zu nutzen! Sowohl Geldautomaten als auch Zahlungs­terminals fragen im Ausland oftmals, ob man in der „Heimat­währung“ abrechnen will. Lässt man sich hierauf ein, wird der Betrag zu einem überwiegend schlechteren Kurs umgerechnet. Also immer in der Landeswährung des Landes bezahlen in dem man sich gerade befindet! Da es sich um eine Prepaid-Karte handelt gibt es an Offline-Terminals (Terminals ohne ständige Internetverbindung) Probleme, da der Kontostand nicht abgefragt werden kann. Dies ist mittlerweile eher selten, kann einen aber an vereinzelten unbemannten Tankstellen, Mautterminals oder Automaten im Ausland noch treffen.

Soweit das Allgemeine, nun zu meinen ersten praktischen Erfahrungen:
Die Konto-Eröffnung erfolgt über eine App, die man aus dem App Store oder Play Store herunterladen muß. Allzu viele Daten braucht Revolut, im Vergleich zu anderen Banken, nicht und so gelingt die Registrierung recht flott online. Die Legitimierung erfolgte bei Revolut mittels eines Selfies und dem Foto von einem amtlichen Ausweisdokument auch online. Nicht geklappt (BIC-Problem) hat dann die erste Überweisung auf das Revolut-Konto. Das Geld war erst einmal weg und kam nicht auf dem neuen Revolut-Konto an. Nach 3 Banktagen war es glücklicherweise wieder auf dem Bankkonto zurück. Ich startete einen neuen Versuch mit einem reduzierten Betrag (20€) von einem anderen Konto. Diesmal klappte es richtig schnell. Am Vortag kurz nach 16 Uhr überwiesen, war es schon am nächsten Morgen um 7:57 Uhr auf dem Revolut-Konto, worüber man mit einer Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone informiert wird.

Die, bei mir bereits vorhandene, Karte*) ist schnell in der App registriert und lässt sich sehr vielfältig einstellen und begrenzen.

Auch den PIN erfährt man in der App. Er lässt sich aber, nach meinen Erfahrungen, an keinem Geldautomaten in Deutschland ändern. Meine VISA-Karte funktionierte auf Anhieb, sowohl gesteckt als auch kontaktlos über NFC. Noch bevor der Kassenbon ausgedruckt ist, erhält man wieder eine Push-Notification über den gezahlten Betrag.

Update: Inzwischen konnte ich weitere Erfahrungen, aber nur in Europa, sammeln. Das Überweisen klappt einwandfrei, dauert aber mindestens 1. Tag. Zahlungen in Spanien und Portugal funktionierten ebenfalls problemlos, überwiegend sogar Kontaktlos. In Spanien wird sehr oft DCC an den Terminals angeboten und man sollte aufpassen und unbedingt EUR auswählen.

Inzwischen konnten wir auch einige Erfahrenen in Dänemark sammeln und diese sind durchaus Positiv:

Der Wechselkurs ist mit zur Zeit 1€=7,45DKK sehr gut gegenüber einem Geldautomaten (Bild).

Akzeptiert wird Kartenzahlung fast überall. Selbst beim Bäcker oder am Kiosk*) kein Problem.

Auf einigen Reisemobil-Stellplätzen ist sogar nur Kartenzahlung möglich.

Einmal auf einem Privaten Stellplatz konnten wir die Stellplatzgebühr und die frischen Eier in Euro zahlen, da wir kein Dänisches Bargeld hatten.

*) Gebühr 1,10DKK

Jetzt haben wir auch Erfahrungen in Norwegen sammeln können.
Auch hier brauchten wir kein Bargeld.
Sogar im Bus war neben Bar- auch Kartenzahlung möglich. 

Auch Google Pay habe ich mal ausprobiert:

Allerdings mit MasterCard, sonst hatten wir immer die Visa-Debitkarte benutzt.

*) Für Interessenten habe ich noch eine versiegelte und kostenlose VISA-Karte im Reisemobil liegen. Fragt bitte auf Stellplätzen einfach nach, ich gebe diese gerne kostenfrei weiter.