Ein paar Tage im Elsass

Die Farben und das Licht um diese Jahreszeit waren traumhaft schön. Nachdem wir im Frühjahr die großen Städte Colmar und Straßburg besucht hatten, lag der Schwerpunkt diesmal auf der Landschaft und den kleineren Städtchen. Am späten Nachmittag erreichen wir Obernai (deutsch Oberehnheim), wo wir auf einem großen Parkplatz auch übernachten konnten.

Am besten gefallen hat es uns aber dann in Kaysersberg. Ein wunderschönes Städtchen. Wir wandern zur im Mittelalter entstandenen Stauferburg hinauf. Ist man die vielen Stufen auf den Turm hoch, hat man einen tollen Blick auf die Umgebung.

Auf dem Stellplatz (8€/24h) gibt es auch WLAN, so könnte ich gut eine kleine Fahrradtour durch die Weinberge nach Riquewihr planen. Vorsicht, es gibt ein paar Steigungen, aber mit Pedelecs kein Problem.

Letzte Station war das bezaubernde Eguisheim (deutsch Egisheim).

Dort konnten wir bei einem Weinbauern übernachten und den leckeren Vin D‘ Alsace probieren.

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Was bringen die neuen Bild- und Videoformate dem Wohnmobil-Reisenden

1500822Fast jeder macht auf seinen Reisen Fotos und eventuell sogar ein paar Videos. Gespeichert werden diese zur Zeit überwiegend in dem komprimierten JPEG-Format bei Fotos und dem MPEG (H.264)-Format bei Videos, denn dies spart viel Speicherplatz. Jetzt werben das neue High Efficiency Image File Format (HEIF) für Fotos und High Efficiency Video Coding(HEVC) für Videos um die Gunst der Nutzer. Diese neuen Verfahren können bei besserer Qualität noch mehr Speicherplatz und Übertragungskapatzität einsparen. Ganz unbekannt dürften sie einigen Mobilisten nicht sein, das neue DVB-T2 ist mit HEVC(H.265) komprimiert und das neue HEIF/HEIC-Format für Fotos dürfte vorallem Apple Fans (IOS 11) bekannt vorkommen. Da diese sehr rechenintensiven Kompressionsverfahren oft nur mit Hardware-Unterstützung auf mobilen Geräten sinnvoll zu nutzen sind, setzen sie neuere Prozessoren voraus und ein reines Softwareupdate reicht oft nicht aus. Muss ich mir also demnächst neue Geräte (Fotoapparat/Smartphone), wie bei DVB-T2 kaufen? Meiner Meinung nach ein klares Nein! Denn zur Zeit überwiegen noch die Nachteile für die Fotofreunde unter den Reisemobil Nutzern. Es gibt noch kaum Programme die diese Formate unterstützen. Ich kann so gut wie keinem ein Bild in diesem Format senden, weil der Empfänger es sich schlicht noch nicht ansehen werden kann. Auch die überwiegende Zahl der TV-Geräte, digitalen Bilderrahmen oder Fotoautomaten kann damit noch nichts anfangen und der ambitionierte Fotograf wird sowieso auf DNG von Adobe setzen, ein universelles Raw-Format. Natürlich gibt es noch die Möglich der Umwandlung in das verbreitete JPEG-Verfahren, aber da beide Verfahren, im Gegensatz zu Raw, kompressionsbedingt verlustbehaftet sind, bringt eine Wandlung weitere Verluste mit sich. Also eigentlich keine gute Idee und vorallem gehen die Vorteile wieder verloren.

 

LED-Lampen können den Empfang von DAB+ oder DVB-T2 stören.

So entsprechen beispielsweise LED-Lampen, wie sie mittlerweile auch häufig in Reisemobilen Verwendung finden, oft keinesfalls dem Stand der Technik. Besonders Schaltnetzteile, Spannungswandler oder Konstanthalter verursachen Störungen. Das kritisiert der Deutsche Amateur Radio Club e.V. und auch der Bayerische Rundfunk (BR) auf seiner technischen Webseite. Dort heißt es, dass LED-Lampen zwar stromsparende Lichtquellen seien und daher immer breitere Anwendungen fänden. Sie seien jedoch häufig auch die Ursache von Funkstörungen von DAB+-Programmen und dem digital-terrestrischem Fernsehen DVB-T2. Auch die European Broadcasting Union (EBU) habe sich dieser Thematik bereits angenommen. Eine zunehmende Zahl von Käufern, die ein angeblich rauschfreies DAB+-Radio nutzen, machen zu Unrecht die Wohnmobil- oder Radiohersteller dafür verantwortlich, wenn der Empfänger nicht so störungsfrei funktioniert wie beworben. Auch außerhalb, wie vor neuen, LED-bestückten Verkehrsampeln oder elektronischen Werbetafeln können unverhoffte Empfangsaussetzer den laufenden Empfang stören. Die Ursache liege laut DARC in der unzureichenden Umsetzung der EU-Richtlinie (2014/30/EU) einem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG).

Zum Radeln an die Weser

weserZur Planung diente die kostenlose Outdooractive App „Der Weser-Radweg“ für Android und iOS. Mit der Funktion „Offline-Speicherung“ lassen sich Karten und Strecken auf dem Smartphone bereits Daheim so abspeichern, daß für die Nutzung der App keine dauerhafte Internetverbindung notwendig ist. Allerdings waren die Radwege so gut ausgeschildert, daß es auch ohne Smartphone keine Probleme geben sollte. In der App sind auch alle Reisemobilstellplätze mit einer kurzen Beschreibung gelistet. Wir wählen den Stellplatz in 32469 Petershagen *). IMG_20170826_095932Der kostenlose Stellplatz liegt zentral im Ort mit Einkaufmöglichkeiten und Restaurants und fast direkt am Weser-Radweg. Zum Nachladen der Pedelec-Akkus gibt es für 1€ 6Std. Strom, was mehr als ausreicht und natürlich die Bordbatterien auch wieder auflädt, wenn man kein Solar hat. An der Ver- und Entsorgung mit Bodeneinlauf haben wir dann vor der Abreise nur entsorgt. Von Petershagen bieten sich die Etappen 7 oder 8 an. Die kürzere, persönlich schönere führt nach Bad Oeynhausen und beträgt ja nach Weserseite 34 oder 26km.IMG_20170806_144057_372 Eine Kombination der beiden Touren ist möglich um nicht die gleiche Strecke zurückfahren zu müssen. Etwas weiter sind die Etappen 8 mit 49 oder 54km nach Nienburg. IMG_20170806_191212_921Hier ist ebenfalls eine Kombination möglich. Auch läßt sich die Tour an verschiedenen Stellen über eine Brücke abkürzen, um auf der anderen Weserseite zurück zu radeln.

*) Empfindliche Naturen könnten sich durch morgendlichen Schulbus-Verkehr gestört fühlen. Da wir an einem Wochenende in den Schulferien dort waren, können wir dies nicht beurteilen. 

 

Impressionen von der Elbphilharmonie 

Diese Woche haben wir mal Hamburgs neues Wahrzeichen, die „Elphi“ besucht. Knapp eine Milliarde Steuergelder hat sie gekostet, das muss man sich doch mal ansehen, dachten wir und sind spontan mal nach Hamburg gefahren. Natürlich gehören wir nicht zu den Glücklichen die sich früh um günstige Konzertkarten oder eine Führung bemüht hatten. So blieb uns nur die Plaza, eine öffentliche Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe. Von dort hat man einen schönen Rundumblick auf Stadt und Hafen. Besonders abends lohnt der Besuch. Plaza-Karten gibt es vor Ort und dazu noch kostenlos. Anstehen mussten wir, selbst um die Mittagszeit, nicht. Hier nun ein paar Bilder:

Es waren 2 schöne und beeindruckende Tage in Hamburg. Gestanden haben wir direkt am Fischmarkt.

Besuch des neuen Stellplatzes von Uelsen

In 49843 Uelsen wurde zwischen Hallen- und Waldbad ein neuer Wohnmobil-Stellplatz geschaffen. Heute, bei 33° ging es natürlich erst einmal ins schöne Waldbad (Tageskarte Erwachsener 4€). Im Schwimmerbecken waren es aber auch 30° Wassertemperatur. Der Stellplatz war noch nicht ausgeschildert, deshalb einfach Richtung Waldbad (B) fahren (Koordinaten: 52°29’13’’N, 06°53’06’’O). Auf dem Foto unsere Anfahrt aus dem Süden:

Interessanter sind sicherlich ein paar Fotos vom Stellplatz.

Stromanschluss an jedem Stellplatz mit zentralem Münzeinwurf (50Cent) und WLAN in der Mitte des Platzes vorhanden. Die Sani-Station und ein Bodeneinlass befindet sich gegenüber am Hallenbad. Zur Ortsmitte ca 1,5km.

Hier noch ein paar Fotos von der Umgebung.

Ein Fahrrad oder Pedelec ist auf diesem Stellplatz von großem Vorteil um die Gegend zu erkunden oder einen Ausflug, zum Beispiel in das Niederländische Ootmarsum, zu machen. Tourenvorschläge findet man dort

5 Euro pro Nacht und Mobil. Strom 50 Cent/kWh. Wasser: 1 Euro/100 Ltr. Entsorgung: 1 Euro.

Autogas (LPG) wird teurer

Viele Reisende mit dem Wohnmobil nutzen Autogas (LPG) aus den verschiedensten Gründen. Überwiegend aus Bequemlichkeit und der guten Verfügbarkeit in den meisten Urlaubsländern. Einer der Gründe könnte dabei aber vielleicht auch der leichte Preisvorteil bei uns in Deutschland, wegen des Steuervorteils für Autogas, sein. Damit soll demnächst Schuß sein. Aber keine Angst die Autogas-Steuer wird ganz langsam an den normalen Steuersatz angeglichen. Erst ab 2019 steigt der Preis jährlich um 2,94 Cent. Ab 2023 kostet LPG  dann 14,7 Cent mehr als heute und der normale Steuersatz ist erreicht. Besitzer eines Gastanks oder einer Tankflasche wird diese moderate Preiserhöhung durch den Wegfall der Förderung nicht schocken. Rechnet man jedoch die Amortisation bei einer Neuinstallation, so sollte man die zukünftige Steuererhöhung berücksichtigen.

Viel Spaß beim LPG tanken, so hoch wie auf dem Zettel im folgenden Bild wird der Preis wohl hoffentlich nie steigen.

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